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Historie

Der Störmthaler See ist ein südlich von Leipzig gelegener künstlicher See. Er entstand durch die Flutung des Südostteils des ehemaligen Braunkohletagebaus Espenhain. Direkt benachbart ist der Markkleeberger See, er wird nur durch die Autobahn 38 getrennt.

Flutung Störmthaler See

Natürlichkeit, Wasser, Ruhe

Seit dem 1. Januar 2001 füllte sich der See auf natürliche Weise, jedoch war der kontrollierte Flutungsbeginn erst am 13.September 2003. Im März 2004 war nach Angaben der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) ein Wasserstand von 89m ü.NHN (19 %) und im Oktober 2010 ein Wasserstand von 114 m ü. NHN erreicht. Mitte September 2012 fehlten noch 40 Zentimeter bis zum endgültigen Wasserstand von 117m ü. NHN. Durch einen Dammbruch bei Oelzschau am 3. Juni 2013 floss die Hochwasser führende Gösel im Alten Bett in den Störmthaler See. Bis zum 8. Juni 2013 flossen bis zu 3m³/s Wasser in den See und ließen diesen über den geplanten Endwasserstand hinaus ansteigen. Der Wasserstand konnte über die neue Kanuparkschleuse wieder normalisiert werden. Zur Flutung wurde Sümpfungswasser aus den aktiven Tagebauen Profen und Vereinigtes Schleenhain verwendet. Ohne dieses Fremdwasser wäre der Endwasserspiegel nach den Prognosen der Experten erst im Jahr 2075 erreicht worden. Am 27. April 2014 wurden ausgewiesene Bereiche des Sees als Badegewässer freigegeben.

Leipziger Neuseenland

Blick in die Zukunft

Südlich von Leipzig ist in den letzten Jahren eine Seenlandschaft entstanden. Der Cospudener See im Westen ist bereits gefüllt. Der Markkleeberger See wird mit seiner Tiefe von ca. 57 Metern der tiefste See im Leipziger Neuseenland. In den nächsten Jahren folgen weiter südwestlich der Zwenkauer See und südöstlich der Störmthaler See.

Die Seen werden über Flüsse und Kanäle miteinander verbunden sein und die Seenlandschaft „Leipziger Neuseenland“ bilden. Seit Mai 2013 besteht eine Verbindung des Markkleeberger mit dem Störmthaler See. Hier wurde für die Schifffahrt eine Schleuse gebaut, da der Störmthaler See einen 4 m höheren Wasserstand haben wird. Der Kanal besitzt eine Brücke mit einer Durchfahrtshöhe von 9,4 m, so dass auch mittelgroße Segelboote durchfahren können. Der Störmthaler See darf durch private Boote ohne Sondergenehmigung jedoch noch nicht befahren werden.

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